Bei fast allen Bränden entwickeln sich bereits in der Entstehungsphase (Schwelbrandphase) große Mengen Brandrauch, die innerhalb weniger Minuten sogar große Räume füllen können. Eine Flucht ist dann nicht mehr möglich. Brandrauch ist immer giftig und tötet innerhalb weniger Minuten. Gerade in den ersten Minuten dieser Entstehungsphase entwickelt sich besonders viel Kohlenmonoxid (geruchs- und geschmacklos). Es führt bereits in geringen Konzentrationen, d. h. nach 3 Atemzügen zur Bewusstlosigkeit und nach 10 Atemzügen zum Tod.

 

 

 

Brandrauch enthält unter anderem:

  Entstehung Wirkung Stärke
der Wirkung
Salzsäure- und
Blausäuredämpfe
Verbrennen/Verschwelen von PVC, Polyuhretan, Schaumstoffmatratzen, Polstermöbel, Wolle, Seide, Daunen Reiz- und Atemgifte mit Wirkung auf Blut, Nerven, Zellen +
Kohlendioxid (CO2) vorwiegend bei offenem Feuer farb- und geruchlos

CO2 steigert die Atemtätigkeit und damit den Blutdruck, Folge ist Atemlähmung und dann Erstickung
15 % Vol/Luft = Tod
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Kohlenmonoxid (CO) Verschwelen und Verbrennen fast aller organischer Produkte farb- und geruchlos

CO verbindet sich 250 x schneller mit dem Hämoglobin im Blut als mit dem Sauerstoff in der Luft, Folge ist Atemlähmung und dann Erstickung
0,5 % Vol/Luft = Tod
+++


Bereits 100 g Schaumgummi reichen aus, um einen 100 m³ Raum in kurzer Zeit mit Rauch zu füllen. Auch in einem ganz normalen Haushalt reichen die vorhandenen Materialien aus, um hochgiftige und schnell wirksame, tödliche Gase zu entwickeln.

Nachts ist die Gefahr am größten: Obwohl nur etwa ein Drittel aller Brände nachts ausbrechen, fallen rund drei Viertel aller Verunglückten nächtlichen Bränden zum Opfer, ein deutlicher Ausdruck der weit verbreiteten Unterschätzung der Brandgefahr.

Brandtote sind Rauchtote!

Drei Viertel aller Opfer von Wohnungsbränden sterben an Rauchvergiftung. Der Großteil der Brandopfer fällt dem Rauch im Schlaf zum Opfer. Die meisten Feuer beginnen mit einer Schwelphase. Der Rauch verteilt sich unbemerkt in der ganzen Wohnung. Das geruchlose Kohlenmonoxid (CO) und -dioxid (CO2) im Rauch wird Sie einschläfern, bewegungsunfähig und schon nach drei Atemzügen bewusstlos machen. Bereits zehn Atemzüge sind tödlich. Die nächtlichen Brandopfer schlafen in den Tod.

Aufwachen bevor es zu spät ist!

Die Feuerwehrstatistiken belegen, dass nach Ausbruch einer Brandes im Durchschnitt vier Minuten zur Flucht bleiben. Ein Rauchmelder warnt durch einen schrillen, durchdringenden Alarmton rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchkonzentrationen gebildet haben und hilft so, lebenswichtige Fluchtsekunden zu sichern. Aus diesem Grund haben sich Rauchmelder als Lebensretter und wesentlicher Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes bewährt.

 

 

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