Wir kennen es. Im Freien sitzen, ein süßes Stückchen oder ein Getränk verzehren und den Tag genießen. Aber diese Situation hat auch ihre Tücken: Wespen und ihre Artgenossen umschwirren das Geschehen, setzen sich auf Speisen und Getränke ab.

Die Feuerwehr gibt Ratschläge im Umgang mit den schwarz-gelben Insekten:


Auf keinen Fall um sich schlagen, sondern die Wespen sanft wegschieben. Speisen und Getränke nicht unbedeckt im Freien stehen lassen. Abhilfe schaffen zum Beispiel Gazenetze oder Hauben aus Glas oder Kunststoff. Nicht aus offenen Flaschen trinken, sondern Gläser oder Strohhalme verwenden. Speisereste, insbesondere von Kindern, am Mund abwischen. Wo Fallobst am Boden liegt, niemals barfuss laufen. Mit einfachen Mitteln kann den Insekten der Zugang zu den Innenräumen eines Hauses versperrt werden, z.B. durch Gardinen, Vorhänge oder Fliegengitter.

 

 
Grundsätzlich gelten Bienen, Hummeln, Hornissen und einige seltene Wespenarten als besonders schutzbedürftig. Sie sind bereits vom Aussterben bedroht und unterliegen dem Artenschutz. Wespen und ihre Artgenossen halten sich in der Regel vom Menschen fern. Nach den Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Diese Insekten halten sich im Allgemeinen vom Menschen fern. Aggressiv werden sie nur, wenn ihr unmittelbarer Lebens- und Wohnraum bedroht wird. Anders reagiert die Gemeine oder Deutsche Wespe. Sie kann im Spätsommer lästig werden. Doch diese gelegentliche Lästigkeit ermächtigt nicht dazu, vorbeugend Nester zu zerstören oder die Tiere zu töten. Keine Regel ohne Ausnahme. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Beseitigung erlaubt. Jedoch erst nach naturschutzrechtlicher Prüfung durch die zuständige Aufsichtsbehörde (Landratsamt) oder durch die ausgebildeten Beauftragten der Feuerwehren.

Eine kleine Auswahl durchzuführender Erstmaßnahmen:

Wenn ein Stich erfolgt ist, den Stachel nicht mit den Fingern herausziehen, da sonst das restliche Gift aus der Giftdrüse in die Einstichstelle gedrückt wird. Wenn möglich mit dem Fingernagel wegkratzen. Leicht abbinden, so dass der Puls noch spürbar ist. Kühlen der betroffenen Körperregion. Bei Stichen in der Mundhöhle oder im Halsbereich sofort Eis lutschen, kalte Halsumschläge anlegen und einen Arzt aufsuchen.

Im Falle starker Schwellungen mit einhergehenden Atembeschwerden, Kreislaufstörungen oder bei Allergikern unverzüglich den Arzt verständigen. Personen mit bekannter Insektenallergie sollten immer ein entsprechendes Notfall-Medikament mit sich führen.

Die Feuerwehr ist erreichbar unter der
Notrufnummer: 112
Rettungsdienst / Notarzt unter: 19222

Zum Seitenanfang