Die sommerlichen Temperaturen sind eine enorm kreislaufbelastende Situation, die beim Feuerwehreinsatz gefährlich werden kann. Wir geben Tipps  für das richtige Verhalten von ehrenamtlichen Einsatzkräften.

 

  • Trinken Sie fortwährend ausreichend Wasser bzw. geeignete (zucker-/alkoholfreie) Getränke - ein Einsatz kann jederzeit kommen.
  • Wichtig für Wehrführer: Stellen Sie sicher, dass auf den Einsatzfahrzeugen ihrer Wehr für alle Kameraden ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung steht (evtl. in Kühlboxen, aber nicht zu kalt).
  • Parken Sie den Privat-Pkw in der (Tief-) Garage bzw. sonstwie im Schatten. Wenn möglich Lüftungsschlitze öffnen, damit sich der Wagen nicht zu sehr aufheizt. Im Einsatzfall erst die Stauwärme entweichen lassen, dann einsteigen und losfahren. Kostet ein paar Sekunden – aber mit einem Kreislaufkollaps können Sie auch nicht mehr helfen.
  • Hören Sie auf ihren Körper: Wer ohnehin schon unter Schwindelgefühl und Kreislaufschwäche leidet, bzw. sonstwie “nicht fit” ist, darf keinesfalls an einem Einsatz teilnehmen. Deshalb dann am besten bei der Wehrführung abmelden, zur Not den Funkmelder ignorieren und besser einen Arzt aufsuchen.
  • Vierlagige Einsatzbekleidung nur so lange tragen, wie unbedingt notwendig. Sowie eine “Marscherleichterung” möglich ist, sollte diese angeordnet werden. Jacke erst an der Einsatzstelle schließen.
  • Atemschutzgeräteträger in Bereitstellung sollten sich sitzend im Schatten aufhalten können. Auch sonst gilt: Schattensuchen (wenn möglich) ist kein Zeichen von Schwäche!
  • Fordern Sie frühzeitig den Rettungsdienst zur Eigensicherung an, sofern dieser nicht automatisch mitalarmiert wurde. Atemschutzträger während/nach dem Einsatz medizinisch überwachen.
  • Auch wenn es vermeintlich ”cool aussieht” – kein Wasser über den Kopf schütten und damit die Einsatzbekleidung durchnässen – diese ist nass nicht mehr für den Einsatz geeignet.
  • Wechselkleidung bereithalten.

 

Archivfoto: Bei Sommerhitze in voller Montur zum Einsatz - das schlaucht. (Bild zeigt einen Flächenbrand bei Klempau (SH) am 31.08.2008). Foto: Christian Nimtz
Quelle: feuerwehrmagazin.de

 

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